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Reissorten im Vergleich – Beliebte Reisarten im Überblick

verschiedene reissorten

Wie unterscheiden sich die einzelnen Reissorten?

Weltweit soll es weit über 100.000 Reissorten geben. Kein Wunder, hierzulande hört man immer wieder: In China ist wieder ein Sack Reis umgefallen. Doch Reis ist nicht gleich Reis. Laut Aussage der Reiskornplasma Bank der „Indira Ghandi Agricultural University”, gibt es dort mehr als 22.000 Reissorten. Doch dort werden nur lokal vorkommende Reissorten gesammelt. Immerhin gehört Reis zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und wird in über 100 Ländern angebaut.

Jedes Reiskorn hat spezielle Eigenschaften und einen bestimmen HerkunftsortWir möchten mit diesem Beitrag einen kurzen Überblick über die bekanntesten Reissorten im Handel geben.

Die drei Haupt-Reissorten: Langkorn-, Mittelkorn-, Rundkorn Reis 

Grundsätzlich wird zwischen drei Reissorten unterschieden: Dem Langkornreis, dem Mittelkornreis und dem Rundkornreis. Der Hauptunterschied bei diesen liegt in der Länge des Reiskorns.

Langkornreis (Indica)

Als Langkornreis werden alle länglichen Reisarten bezeichnet, deren Korn eine Länge von 6 bis 8 mm aufweist. Langkornreis ist von der Farbe her intensiv weiß. Zu seinen weiteren Eigenschaften zählen die harte Form.

Nach dem Garvorgang bleibt Langkornkreis trocken, körnig und klebt nicht. Langkornreis macht zwar satt, liefert aber wenige Nährstoffe. Im Wertigkeitsindex ist eher ganz unten angesiedelt. Dennoch ist Langkorn Reis eines der am meisten eingesetzten Reise in deutschen Küchen. Mit Langkornreisen lassen sich leckere Reispfannen oder ähnliches zubereiten. Zum Kochen kann man Langkornreis entweder garen oder dämpfen. Am besten gelingt er jedoch mit der Quellmethode.

Zur Langkornreis Familie gehört: Basmati Reis, Jasminreis sowie der Parboiled Reis. Sadri Reis, Sadri Dudi Reis, Roter Reis, Kleb Reis und Schwarzer Kleb Reis

Basmati Reis

Basmati-Reis gilt neben dem Jasmin-Reis als beliebteste Reissorte und gehört zu der Gruppe der Langkorn Reissorte. Basmati Reis unterliegt bestimmten Bedingungen. So muss sein Korn mindestens 6,5 mm lang sein. Außerdem darf er nicht mehr als 7% Fremdreis enthalten.

Basmati Reis besitzt ein starkes Eigenaroma und wird für viele Gerichte aus dem Orient eingesetzt. Nach dem Kochen bleibt er schön locker und klebt nicht.

Der Name Basmati kommt aus dem Indischen und heißt übersetzt “duftender Reis”. Angebaut wird er in der Nähe des Himalaya Gebirges.

Jasmin Reis

Jasmin Reis gehört neben Basmati Reis zu den beliebtesten Reisarten. Auch er gehört den Langkorn Reisarten an. Doch der Unterschied zum Basmati Reis ist, dass er keinen Eigengeschmack aufweist. Beim Garvorgang selbst gibt Jasmin Reis dennoch einen leichten blumigen Geruch ab.

Er eignet sich daher prima als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten, sowie zu Gemüse. Er kommt überwiegend in Thailand, Vietnam und Italien vor.

Parboiled Reis

Parboiled Reis wird ebenfalls zu den Langkorn Reisarten zugeordnet. Sein Name stammt von der Herstellungsart ab. Parboiled Reis wird nämlich nach dem sogenannten “Parboiling-Verfahren” hergestellt.

Das Spezielle daran, ist seine Verarbeitung: Die Haut wird vor dem Polieren in das Korn gepresst, um weitgehend alle Inhaltsstoffe zurückzuhalten. Im Vergleich mit anderen Reisarten, hat Parboiled Reis einen hohen Anteil an Nährstoffen. Eingesetzt werden kann dieser Langkorn Reis für alle denkbaren Gerichte.

Roter Naturreis

Roter Naturreis ist wie der Name bereits verrät, wirklich rot von seiner Optik her. Der besondere Reis kann in drei Gruppen aufgeteilt werden, da er aus drei verschiedenen Herkunftsorten stammt.

Französischer Camargue-Reis

Der französische Camargue-Reis gilt als roter Naturreis und stammt ursprünglich aus Indien. Angebaut jedoch wird erst im Süden Frankreichs, in der Nähe von Marseille.

Als Voraussetzung für die Züchtung gilt tonartige Erde. Leider ist diese nur begrenzt vorhanden, was den Preis nach oben schnellen lässt. Lediglich die Erde ist für seine rote Farbe verantwortlich. Verwendet wird der Camargue-Reis vor allem in Luxusrestaurants.

Glücklicherweise wird er nur ungeschält verkauft, denn nach dem Schälen würde er aussehen wie jeder andere Reis. Der rote Reis schmeckt leicht nussig und eignet sich besonders für Salate oder als Beilage zu Fischgerichten.

Philippinischer roter Bergreis

Weiterhin gibt es eine rote Bergreis Sorte die auf den Philippinen gezüchtet wird. Weit oben in den Bergen befinden sich zahlreiche Reisterrassen. Im Vergleich mit dem französischen roten Reis, ist beim philippinischen auch das Reiskorn selbst rot. Der sehr nährstoffreiche Reis gilt als sehr widerstandsfähig und lässt sich meist nur in Spezialläden finden.

Roter Reis aus dem Bhutan

Der rote Reis aus dem Bhutan wird in den Hängen des Himalaya-Gebirges angebaut. Bewässt werden die Plantagen wird Wasser der umliegenden Gletscher. Der Reis aus dem Bhutan weist ebenso eine rote Schale auf, ist aber in seinem Kern komplett weiß.

Mittelkornreis (Javanica)

Mittelkornreis gilt als eine Mischung zwischen Langkorn- und Mittelkornreis. Im Durchschnitt ist dieser zwischen 5 und 6 Millimeter lang. Mittelkornreis klebt nach dem Kochen leicht. Zu den Mittelkornsorten gehören: Schwarzer Reis und Mochi Reis

Arborio

Arborio Reis gehört zu den Mittelkorn Reisarten. Er stammt aus dem Norden Italiens und wird gerne zur Zubereitung von Risotto verwendet. Arborio Reis hat einen hohen Stärkenanteil. Unter den italienischen Reisarten ist Arborio Reis der mit den größen Körnern.

Arborio Reis lässt sich auch bestens für die Zubereitung von Milchreis verwenden. Durch seine Größe kann er Flüssigkeiten gut aufnehmen und bleibt stets bissfest.

Vollkornreis – Naturreis

Naturreis ist im Grunde genommen ein Vollkornreis. Wie der Name “Natur” schon verrät, ist diese Reisart komplett natürlich. Dass soll heißen: Seine Schale, die sogenannte Silberhaut, wird nicht abgeschliffen. Dadurch bleiben aber alle wertvollen Nährstoffe erhalten, was diese Reis Sorte als besonders gesund auszeichnet. Vollkornreis braucht dadurch aber dementsprechend länger zum gar werden.

Aufgrund seines erhöhten Fettgehalts sollte man Naturreis besser innerhalb von 12 Monaten aufbrauchen. Eingesetzt wird er häufig bei einer Diät, da er eine sehr sättigende Wirkung hat. Um Naturreis optimal zu Garen sollte er besser in einem Reiskocher zubereitet werden, denn dadurch können die Inhaltsstoffe besser freigegeben werden. Die Quellmethode funktioniert beim Vollkorn Reis eher weniger.

Naturreis wird in verschiedenen Regionen der Welt angebaut. Neben Thailand und Indien wird er auch in den USA oder in Italien angebaut. Zum Garen von Naturreis wird fast die doppelte Zeit als bei Langkornreis benötigt.

Wildreis

Als weitere bekannte Reissorte zählt der dunkle Wildreis. Eigentlich zählt dieser nicht wirklich zu den richtigen Reissorten. Denn bei der Pflanze des Wildreises handelt es sich um ein Gras und kein Reisgewächs.

Wildreis wird im Gegensatz zu anderen Reisarten nicht angebaut sondern wächst mit Mutter Natur. Bekannt ist er auch unter dem Namen “Indianer Reis” oder “Kanadischer Reis”. Seine Erscheinung ist etwa 1 – 2 Zentimeter breit und nadelartig. Damit gehört er zu den größten Reisarten überhaupt. Im Handel wird Wildreis oft mit anderen Reissorten gemischt angeboten. 

Wildreis wird als nährstoffreiches Lebensmittel oft in Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Reha-Kliniken eingesetzt. Besonders Lactose- oder Glutenpatienten wissen ihn zu schätzen. Zum Garen von Wildreis eignet sich besser die Quellmethode. Er eignet sich ebenso für schwangere oder stillende Frauen, die sich gesund ernähren möchten.

Rundkornreis (Japonica)

Rundkornreis ist eine Reissorte, bei der das Reiskorn um einiges kürzer ist, als beim Langkornreis. Die Erscheinungsform ist wie bereits der Name vermuten lässt, oval bis rundlich und etwas transparent. Die meisten der Rundkorn Reissorten haben einen höheren Anteil an Stärke. Dadurch wird er beim Garvorgang weich und klebrig.

Rundkornreise eignen sich bestens für die Zubereitung von Milchreis oder Sushi. Zum Garen von Rundkornreis eignet sich die herkömmliche Variante in Flüssigkeit. Zum Herstellen von Risotto wird Rundkorn Reis besser in Wasser gequellt und bei Milchreis in Milch.

Die bekanntesten Rundreiskorn Arten sind: Sushireis, Paellareis und Risottoreis, Natur Reis und Paella Reis, sowie Milch Reis.

Bomba Reis / Paella Reis

Der Bomba Reis aus Spanien ist ein typischer Rundkorn Reis. Im Gegensatz zu anderen klebenden Rundkorn Reisen bleibt “Bomba” Reis nach dem Garvorgang locker. In Spanien wird Bomba Reis traditionell zum Kochen einer Paella eingesetzt.

Japanreis / Milchreis

Der in Deutschland so beliebte Milch Reis stammt ursprünglich aus Japan. Daher trägt er auch den Namen “Japan Reis”. Hier zu Lande wird er mit Milch statt mit Wasser zubereitet. Durch Zugeben von Zimt und Zucker entsteht eine wahrhafte Köstlichkeit! Japanreise zählen auch zu den Rundkornsorten.

In asiatischen Ländern gart man Japanreis ohne Salz. Diesen verwendet man als Hauptbeilage zu Fleisch- oder Fischgerichten.

Sushi Reis

Sushi Reis verwendet man ausschließlich zum Drehen von Sushi Röllchen. Seine wichtigstes Merkmal: Er muss kleben und zwar richtig! Daher haben Sushi Reiskörner eine festere und dichtere Struktur als andere Reissorten.

Sushi war ursprünglich kein typisch japanisches Gericht, wie man vermutet, sondern eine Art der Konservierung von Süßwasserfisch. In den westlichen Ländern wurde Sushi erst in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts bekannt. Hochwertiger Sushi Reis wird aber heutzutage schon lange nicht mehr in Japan angebaut. Angesiedelt ist er in den USA, wie etwa an der Kalifornischen Küste

Reis – Einteilung nach Qualitätsstufen

Neben den diversen Verarbeitungs- und Kochmethoden wird Reis auch in verschiedene Qualitätsstufen klassifiziert. Der Bruch Anteil steht als Einheit für die Reisqualität. Je niedriger dieser Wert desto höher die Qualität des Reis.

• Spitzenreis : Beste Qualitätsstufe, höchstens 5 % gebrochene Körner

• Standardreis : Maximum 15 % Bruchreis

• Haushaltsreis : Bis zu 25 % Bruchreis

• Bruchreis : Mehr als 40 % Bruchreis


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